Was sind die Blue Zones

Aktualisiert: 15. Jan.

Die Blue Zones sind Zonen der Erde, wo Menschen kaum Krankheiten aufweisen, sehr alt werden und im hohen Alter noch Körperlich sowie geistig fit sind. Auf was achten diese Menschen oder auf was achten Sie nicht ?!


Inhalt:

Was sind die Blue Zones?

Wie leben die Menschen in den Blue Zones?

Ernährung in den Blue Zones

Schlechte Ernährungsgewohnheiten erklärt



Was sind die Blue Zones

klares Wasser, Strand und grüne Bäume

Die Blue Zones (blaue Zonen) oder einfach gesagt die Langlebigkeitszonen

Hier ernähren sich Menschen zum Großteil Teil mediterran und faszinieren Wissenschaftler, denn nirgends sonst werden Menschen so alt und bleiben so lange gesund! Blue Zones sind Regionen der Welt, diese hat Dan Buettner in das Leben gerufen, Menschen Leben hier viel länger als der Durchschnitt. Der Begriff erschien erstmals im November 2005 im Magazin National Geographic. Buettner identifizierte fünf Regionen, die er als Blaue Zonen betrachtet: Loma Linda (Kalifornien), auf Okinawa (Japan), auf Ikaria (Griechenland), in den Bergdörfern auf Sardinien (Italien) und die Nicoya-Halbinsel (Costa Rica). Das sind die Regionen, in denen die Menschen nachweislich am ältesten werden.


Gesund Leben wie in den Blue Zones:

Oma und Tochter sitzen auf einer Bank im Park

Bei den Lebensweisen steht eine „normale“ Bewegung im Vordergrund. Nicht das Trainieren für Leistungssport wie z.B. ein Marathon, sondern dass viel zu Fuß erledigt, der Garten selbst bewirtschaftet wird und Küchenarbeiten wie Teig kneten oder Brot schneiden ganz ohne Maschinen auskommen. Die Menschen sind viel an der frischen Luft und in der Sonne. Stress ist ein Fremdwort und häufige Ruhephasen normal. Den Japanern auf Okinawa ist der Begriff Ruhestand völlig unbekannt.

Die Blue Zones-Bewohner sind gläubig, ihr Leben hat einen Sinn. Sie leben im Hier und Jetzt und haben bis zum Lebensende eine erfüllende Aufgabe.

Freundschaften sind ein Leben lang gepflegt und die familiären Bindungen sind sehr eng. Zeit für die Familie und Freunde ist selbstverständlich. Jeder hat im sozialen Gefüge seine Aufgabe und seinen Wert. Jeder wird gebraucht und dafür geliebt. Auch die Gemeinsamkeiten in der Ernährung sind spannend. An erster Stelle steht eine nicht übermäßige Nahrungsmenge bestehend aus 80 – 90% Pflanzenkost. Softdrinks und andere zuckerhaltige Getränke sind unbekannt. Zucker wird kaum verwendet, das Essen wird frisch zubereitet, ist saisonal und aus der Region.

In Okinawa gibt es mehr Tofu, Algen und Süßkartoffeln, bei den Griechen und in Sardinen, wird mediterrane Kost mit Oliven, Gemüse, Bohnen, etwas Käse und Fisch Bevorzug. Hülsenfrüchte werden täglich gegessen. Die Hauptmahlzeit gibt es mittags. Morgens und früh abends gibt es wenig zu essen und die dadurch entstehenden Fastenzeiten wie beim Intervallfasten werden täglich und das ein Leben lang eingehalten.

Wie schön wäre auch für uns ein einfaches, entschleunigtes Leben im natürlichen Rhythmus der Natur, eine Ernährung ohne Leid für Mensch und Tier in gegenseitiger Achtung und in Verantwortung gegenüber unserer Erde. Je mehr Sie von den Gemeinsamkeiten für sich umsetzen, desto wahrscheinlicher ist auch für Sie ein langes Leben in Gesundheit und Zufriedenheit.

Blue Zones: Ernährung

Alter Mann hält ein Stück Getreide in der Hand

Ja, es gibt die Langlebigkeits-Ernährung. Die wohl wichtigste Erkenntnis zum Thema Ernährung ist: Traditionelle Lebensmittel in traditionellen Mengen.


Mediterrane Kost wie in Sardinien und Griechenland besteht aus Tomaten, Oliven, Bohnen, Paprika, Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Vollkorngetreide. Eine Flasche frisches Olivenöl ist natürlich auch immer griffbereit.

Auf Okinawa wird das zum Beispiel durch den Begriff „hara hachi bu“ deutlich. Dort essen die alten Menschen nicht, bis sie satt sind, sondern bis ihr Magen ca. zu 80% gefüllt ist (hara hachi bu wörtlich übersetzt heißt “acht Teile von zehn voll”). Und sie essen traditionelle Kost, wie Reis, Gemüse, Tofu, Algen und Süßkartoffeln, aber in kleinen, traditionellen Mengen. Traditionelle Lebensmittel sind Regionen-spezifisch.

Okinawa ein besonderes Beispiel der Blue Zones Seit vielen Jahrzehnten haben die Fastfoodketten auf Okinawa Einzug gehalten, auf der japanischen Insel ist ein großer US-Luftwaffenstützpunkt. Die heutigen Kinder und Jugendlichen Okinawas gehören zu den dicksten in Japan und haben offensichtlich in punkto Ernährung nichts von ihren Großeltern bzw. Ur-Großeltern gelernt. Die nachfolgenden Generationen der alten Okinawaner erkranken an Krankheiten, die ihre Großeltern nicht hatten und auch gar nicht kannten und sie sterben viel früher, als ihre Großeltern. Es ist somit leider keine Ausnahme auf Okinawa, dass die über 100-Jährigen zur Beerdigung ihrer Kinder oder sogar Enkel gehen.

Blue Zones: Und das Essverhalten der westlichen Welt
Tisch voll mit Fast Food

Warum ernähren sich Menschen heutzutage nicht vernünftig?

Die Nahrungsmittelversorgung ist so gut wie noch nie zuvor in der Menschheitsgeschichte. Daher ist es gut möglich, dass die Menschen ihr Essverhalten nicht optimal gestalten. Wir wissen das durch vernünftiges Gesundheitsverhalten das Leben verlängert werden kann, aber viele Menschen meinen ihre Lebensqualität kommt dann zu kurz. Warum essverhalten nicht einfach als gesundheitsförderliches Verhalten realisiert wird, wird deutlich, wenn man berücksichtigt, dass Essverhalten heute eine Aufgabe des Entscheides zwischen den vielfältigen Alternativen ist, die der moderne Lebensmittelmarkt bietet. Wir können unmöglich alles essen, sondern müssen eine Auswahl treffen. Es ist gut möglich, dass die Einstellung, aber vor allem das Wissen unser Essverhalten bestimmt. Getreu dem Motto: wer nur will, der kann. Haben wir einmal unsere Essgewohnheiten geändert (Gewohnheiten ändern sich nach 4-8 Wochen), so ist es Kinderleicht, Genuss, Gesundheit und das damit einhergehende Wohlbefinden blind zu übernehmen. Kaufen wir gesunde Lebensmittel, ernähren wir uns gesund.




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